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Aufgaben adaptieren

Die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes ist das grundlegende Ziel – nicht nur – aber vor allem in der Grundschule. Daher muss auch der Mathematikunterricht so gestaltet werden, dass jedes Kind auf seinem eigenen Leistungsniveau Fortschritte erzielen kann.
 
Um dies zu erreichen, sind, wie auf den vorherigen Seiten erläutert und laut Lehrplan (vgl. KMK 2004) gefordert, "gute Lernaufgaben" erforderlich, die ...

  • dazu beitragen, dass die Kinder die im Lehrplan formulierten inhaltsbezogenen bzw. prozessbezogenen Kompetenzerwartungen erreichen können (vgl. das Beispiel "Entdecker-Päckchen"),
  • für die Kinder sinnvoll, bedeutsam und authentisch sind, beispielsweise indem sie einen Lebensweltbezug aufweisen (vgl. das Beispiel "Unsere Schule in Zahlen"),
  • an vorhandenes Wissen anknüpfen und dieses kumulativ über die Schuljahre hinweg weiterentwickeln (vgl. das Beispiel "Additionen von Reihenfolgezahlen") sowie
  • adaptiv auf die individuell unterschiedlichen Lernstände und Lernmöglichkeiten der Kinder eingehen, um allen Lernenden individuell angepasste Lernfortschritte und Könnenserfahrungen zu ermöglichen.
Es stellt sich in diesem Kontext somit die übergreifende Frage: 
  • Wie müssen Aufgaben konzipiert sein – oder etwas konkreter – wie können Aufgaben adaptiert werden, sodass die unterschiedlichen Leistungsniveaus angesprochen und die Kinder dabei individuell gefördert werden können?!
 

Am folgenden Beispiel zum Aufgabenformat "Zahlenmauern" können dafür sieben Leitideen formuliert werden, die dabei Berücksichtigung finden sollten (diese treten in der Unterrichtspraxis oftmals in Verbindung auf, werden aber aus Gründen der Übersichtlichkeit nachfolgend getrennt voneinander beschrieben).
 
Zur Konzeption und Bearbeitung der Lernaufgaben gilt es:
  1. ​Die Anforderungsbereiche zu berücksichtigen
  2. Tipps und Herausforderungen bereitzuhalten
  3. Verwandte Aufgabenstellungen zu verwenden
  4. Offene Aufgaben einzusetzen
  5. Unterschiedliche Darstellungsformen zu nutzen
  6. Verschiedene Vorgehensweisen zu ermöglichen
  7. Forschermittel zu nutzen
Diese Punkte und viele weitere Hinweise, wie eine adaptive Berücksichtigung von Heterogenität realisiert werden kann, wird auf der Seite unseres Partnerprojekts "Mathe inklusiv mit PIKAS" konkreter aufgezeigt, z. B. Möglichkeiten der Unterstützung (Tipps) und der Erweiterung (Herausforderungen).

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