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Einstieg

Kannst du das auch anders rechnen?!

In einer 3.  Klasse wurde nach der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen halbschriftlichen Strategien der Subtraktion vor einigen Wochen der schriftliche Subtraktionsalgorithmus eingeführt. Marleen darf die folgende Aufgabe auf eigenen Wegen lösen - ihre Lehrerin tritt dabei mit ihr über ihren Lösungsprozess ins Gespräch:

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Das Gespräch zeigt, welches Vertrauen Marleen in den schriftlichen Algorithmus und somit in das durch diesen Verfahren gefundene Ergebnis legt. Ihre (viel tiefergehenden?!) Überlegungen, die sie für den alternativen Rechenweg im Kopf aufzeigt, verwirft sie bzw. stellt sie in diesem Augenblick unter das gewählte Lösungsverfahren.
 
Aus der Antwort auf die Frage „Kannst du das auch anders rechnen?“ wird deutlich, dass Marleen jedoch „genau hingeschaut“ hat und die Besonderheit der Aufgabe bzw. die Beziehung zwischen den beiden Zahlen (dass sie nah beieinanderliegen, und durch „Ergänzen“ schnell eine Lösung gefunden werden kann) erkannt hat und auch zu einer alternativen Ergebnisfindung nutzen konnte.
 
An dieser Stelle wollen wir uns nicht fragen, warum sie dennoch bei dem schriftlichen Algorithmus bleibt und diesem vertraut, sondern viel eher, wie es gelingen könnte, dass sie die Zahlen- und Aufgabenmerkmal der Aufgabe nutzt, um hier das Kopfrechnen als den geeigneteren Rechenweg wahrzunehmen und somit flexibler rechnet?
 

In diesem Selbstlernmodul wird in diesem Zusammenhang auf die folgenden zentralen Fragen eingegangen:
  1. Was versteht man eigentlich unter „flexiblem Rechnen“? 
  2. Was müssen Kinder können, um „flexibel“ zu rechnen und warum ist das wichtig?
  3. Wie kann der Einsatz flexibler Rechenstrategien im Unterricht initiiert und gefördert werden?

 

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